Digital Detox: Warum, Wie und die größten Stolpersteine

Die Frage ist nicht, ob Du Technologie nutzt, sondern wie Du sie nutzt und wie sie Dich beeinflusst. 

In diesem rasend schnellen digitalen Zeitalter, in dem ein großer Teil unseres Lebens online stattfindet, verlangt unser Geist nach einer Pause. 

Aber wie kann man den Spagat zwischen technologischer Verbundenheit und persönlichem Wohlbefinden meistern? 

Wie Du diese Balance findest und warum es so wichtig ist, erfährst Du hier.

Gründe für einen Digital Detox

Das Smartphone am Morgen

Du kennst das sicher: Der Wecker klingelt, und anstatt sich erstmal genüsslich zu strecken, geht die Hand wie ferngesteuert zum Smartphone. Mails, News, Social Media…

Morgens, wenn das Gehirn noch auf Sparflamme läuft und der Körper in den Startlöchern steht, hat die Technologie oft schon den ersten Sieg errungen. Aber welche Auswirkungen hat dieser automatische Handgriff zum Smartphone?

Wissenschaftlich gesehen schüttet unser Gehirn beim Checken von Mails oder Social Media das Neurotransmitter-Hormon Dopamin aus. Dopamin ist unser körpereigenes Belohnungssystem, sozusagen unser „Glücksgefühl-to-go“. Aber Vorsicht: Zu viel Dopamin, und es wird zur Sucht. Das Gehirn verlangt immer mehr nach dem nächsten „Fix“, dem nächsten Like, der nächsten Nachricht.

Das Durchscrollen von Nachrichten und Social Media am Morgen kann Cortisol freisetzen, ein Stresshormon. Das bedeutet, statt entspannt und ruhig in den Tag zu starten, treten wir bereits im Stressmodus aufs Gaspedal. Das ist in etwa so, als würdest Du Dir morgens statt eines leckeren Kaffees zwei bis drei doppelte Espresso reinschütten.

Erinnerst Du Dich an die Zeit, als der Morgen mit einer Tasse Tee oder Kaffee und einem guten Buch oder einfach einigen ruhigen Gedanken begann? Heute verbringen viele von uns die ersten 30 Minuten nach dem Aufwachen (oder mehr!) mit dem Handy. Das summiert sich! Im Laufe eines Jahres könnten das über 180 Stunden sein – das sind mehr als 7 volle Tage! 

das Gegenteil von Digital Detox, ständig on sein

Immer „on“, nie „off“

Nachdem das Handy uns bereits am Morgen so fest im Griff hat, setzt sich dieser Trend oft im Tagesverlauf fort. Jede unbeobachtete Minute – ob in der Bahn, in der Mittagspause oder sogar beim Warten an der Ampel – wird oft dazu genutzt, erneut den Bildschirm zu entsperren und nach Neuigkeiten zu suchen. Es ist, als hätte unser Gehirn gelernt, jede winzige Pause mit digitalem Konsum zu füllen.

Der „Multitasking“-Mythos hat uns glauben gemacht, dass wir mehr erledigen können, wenn wir alles gleichzeitig tun. Tatsächlich hat die Forschung gezeigt, dass unser Gehirn nicht wirklich mehrere Dinge gleichzeitig verarbeiten kann. Es wechselt lediglich sehr schnell zwischen Aufgaben hin und her, was ineffizient ist und mehr Energie verbraucht. 

Das ständige Hin- und Herspringen zwischen Tabs, Apps und Benachrichtigungen trainiert unser Gehirn auf kurze Aufmerksamkeitsspannen und macht es uns schwerer, uns über längere Zeiträume auf eine einzige Aufgabe zu konzentrieren. Das Resultat? Wir fühlen uns oft zerstreut und weniger produktiv.

Und dann der berufliche Kontext: Wenn Feierabend nicht mehr wirklich Feierabend ist und Arbeit nie endet, weil der Chef noch eine E-Mail schickt oder Kolleg*innen nach Feedback fragen. Die Grenzen verschwimmen. Aus dieser Dauerpräsenz kann ein Burnout resultieren, eine ernsthafte, psychische Erschöpfung bis hin zur Depression

Wenn das Gehirn nie Pause macht

Erhöhter Stress ist hier das Schlagwort. Die Erwartung, immer und überall reagieren zu müssen, hält unser Gehirn in ständiger Alarmbereitschaft. Ein Zustand, der über die Zeit anstrengend wird. 

Physiologisch spricht man von einer dauerhaften Aktivierung unseres Sympathikus, des Teils unseres Nervensystems, der uns auf „Kampf oder Flucht“ vorbereitet. Als Dauerzustand wirklich nicht gesund.

Informationsflut: Entscheidungslähmung im Digitalzeitalter

Doch es ist nicht nur der Arbeitsstress. Die Informationsflut, die auf uns einprasselt, kann regelrecht lähmend wirken. Ständig gibt es etwas Neues, etwas, das Deine Aufmerksamkeit verlangt. Dieser Zustand kann zur sogenannten „Entscheidungsparalyse“ führen, wo selbst kleine Entscheidungen überfordernd werden können.

Der Vergleich mit anderen

Dazu kommt, dass die ständige Konfrontation mit dem „perfekten“ Leben anderer auf Social Media zu Selbstzweifeln und Vergleichsängsten führen kann. Das lässt uns oft vergessen, dass jeder Mensch seine eigenen Kämpfe und Unsicherheiten hat, auch wenn sie nicht in ihrem Instagram-Feed sichtbar sind. 

Zusätzlich fördern soziale Medien oft den Drang nach Anerkennung durch Likes, Kommentare und Followerzahlen. Für manche kann die Anzahl dieser digitalen Zustimmungen zu einem Barometer für den eigenen Wert werden. Wenn der erhoffte Zuspruch ausbleibt, kann dies zu  Selbstzweifel führen, die das Selbstwertgefühl weiter untergraben.

Es kann ein Gefühl von Minderwertigkeit oder „nicht genug sein“ entstehen, das Deine mentale Gesundheit ernsthaft beeinträchtigen kann.

Soziale Drucksituationen: Die Last des „Sofort-Antwortens“

Und dann die vermeintlichen sozialen Erwartungen. Nicht innerhalb von 5 Minuten geantwortet? Oje, was könnte Dein Gegenüber jetzt denken? So können Druck und Schuldgefühle entstehen, wo eigentlich keine sein sollten.

Frau, die einen digital detox bräuchte, um wieder schlafen zu können

Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen

Bildschirme sind mittlerweile allgegenwärtig in unserem Leben, und während sie uns in vielerlei Hinsicht bereichern, haben sie auch Schattenseiten. Eine der gravierendsten Auswirkungen von zu viel Bildschirmzeit, besonders vor dem Schlafengehen, ist die Störung unseres Schlafes. Das blaue Licht, das von Bildschirmen ausgestrahlt wird, kann die Produktion von Melatonin, unserem Schlafhormon, hemmen und somit das Einschlafen erschweren. Darüber hinaus  kann es unseren zirkadianen Rhythmus stören, was zu Schlafproblemen führt.

Zum Ende des Tages, wenn es Zeit ist, sich zu entspannen und abzuschalten, sind wir dann oft zu angespannt und überstimuliert, um gut zu schlafen. 

Digital Detox: Die Kontrolle zurückgewinnen

Und, war Dir klar, welche Auswirkungen der Griff zum Smartphone auf Deine psychische und physische Gesundheit haben kann?

Wichtig ist, Dein Bewusstsein für Deine Gewohnheiten zu schärfen und aktive Schritte zu unternehmen, um eine gesündere Beziehung zur Technologie aufzubauen. 

Es geht nicht darum, Technologie vollständig aus Deinem Leben zu verbannen, sondern sie bewusst und sinnvoll zu nutzen.

Am Ende des Tages ist es wichtig, sich vor Augen zu führen: Technologie dient uns. Es ist an der Zeit, Grenzen zu setzen und Momente der Ruhe zu schaffen, damit wir im digitalen Zeitalter nicht nur überleben, sondern wirklich leben können.

Vorteile eines Digital Detox

Für viele ist das Smartphone so etwas wie ein fünftes Gliedmaß geworden. Digitale Benachrichtigungen prägen unseren Tag – und bei manchen auch die Nächte. Da kann der Gedanke an einen Digital Detox echt abschreckend wirken. Deshalb hier ein paar Vorteile:

Steigerung der geistigen und körperlichen Gesundheit

Der ständige Informationsfluss und die Dauererreichbarkeit können uns geistig und körperlich belasten. Manch Einer vergisst sogar zu blinzeln, während er auf den Bildschirm starrt, was zu trockenen Augen führt. 

Ein Digital Detox kann helfen, das Gedankenkarussell zu beruhigen und Stresssymptome zu reduzieren. 

Zudem werden die Nacken- und Rückenmuskulatur, die durch das ständige Starren auf den Bildschirm verspannen, entlastet. Ein bisschen mehr Bewegung statt Dauerscrollen – der Körper dankt es einem.

Wiedergewinnung von Zeit und Fokus für das, was wirklich zählt

Wie oft hast Du Dich dabei ertappt, dass Du „nur kurz“ die sozialen Medien checken wolltest und dann plötzlich eine Stunde vergangen ist? 

Durch den bewussten Verzicht auf ständige digitale Ablenkung gewinnst Du  nicht nur Zeit, sondern auch die Fähigkeit, Dich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. 

Ob es nun ein gutes Buch, ein Hobby oder einfach ein tiefsinniges Gespräch mit einem geliebten Menschen ist – die Qualität Deiner Zeit steigt.

Verbesserung der zwischenmenschlichen Beziehungen

Wenn Du nicht ständig abgelenkt bist von Deinem Handy, kannst Du Dich wieder intensiver auf Deine Mitmenschen einlassen.

Echte, tiefe Gespräche statt oberflächlichem Smalltalk zwischen zwei geteilten Instagram-Posts. Du hörst besser zu, nimmst Emotionen intensiver wahr und baust so stärkere, authentische Beziehungen auf. Und seien wir ehrlich: Ein Lächeln in Echtzeit ist immer noch herzlicher als jedes Emoji.

Exkurs: WhatsApp – Was da so verloren geht

Paul Watzlawick, ein renommierter Kommunikationswissenschaftler, formulierte einmal den Grundsatz: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ 

Jede unserer Handlungen und sogar unser Nicht-Handeln sendet Botschaften aus. 

Watzlawick unterschied in seiner Kommunikationstheorie zwischen dem Inhalt (das „Was“ der Kommunikation) und der Beziehungsebene (das „Wie“ der Kommunikation). Während der Inhalt die eigentlichen Worte, Sätze und Informationen beinhaltet, gibt die Beziehungsebene Auskunft über die Beziehung der Kommunikationspartner zueinander.

In face-to-face Gesprächen haben wir nicht nur die verbale Kommunikation, sondern auch die nonverbale Kommunikation zur Verfügung. Körpersprache, Mimik, Tonfall – all das gibt Hinweise auf die Beziehungsebene. Es zeigt, wie etwas gemeint ist und in welcher Beziehung sich die Gesprächspartner zueinander sehen.

WhatsApp und andere Messaging-Apps stellen hier eine Herausforderung dar. Sie sind hervorragende Werkzeuge, um Inhalte zu übermitteln, aber oft geht die Beziehungsebene verloren. 

Ein kurzes „Ok“ kann als Zustimmung, als Gleichgültigkeit oder auch als passive Aggressivität interpretiert werden. Emojis und GIFs wurden zwar eingeführt, um diesem Problem entgegenzuwirken, aber sie können den Tonfall, die Mimik und die Körpersprache nicht wirklich ersetzen.

Dazu kommt, dass die Geschwindigkeit der Kommunikation über WhatsApp oft zu schnellen, unüberlegten Antworten führt. Ohne die Möglichkeit, den Gesichtsausdruck oder den Tonfall des anderen zu sehen und zu hören, können diese Antworten leicht falsch interpretiert werden.

Kurz gesagt: Bei WhatsApp und Co. gehen viele der subtilen Hinweise verloren, die uns in der direkten Kommunikation zur Verfügung stehen. Deshalb kommt es sehr leicht zu Missverständnissen und oftmals wird lieber gebloggt als nachgefragt.

Tipps zum erfolgreichen Digital Detox

Wenn Du Dich jetzt fragst:”’Wie mache ich das konkret?”‘ – hab ich hier einige bewährte Strategien, um Deine digitalen Entgiftungsprozess in Gang zu setzen:

Achtsame Morgenroutinen

Du hast die Macht, Dir Deinen Morgen zurückzuerobern. Es beginnt mit der Entscheidung, das Handy aus dem Schlafzimmer zu verbannen oder zumindest nicht als erstes am Morgen danach zu greifen. Es mag klein erscheinen, aber diese Veränderung kann den Grundstein für einen klareren, entspannteren und bewussteren Start in den Tag legen.

Also: Anstatt als erstes zum Smartphone zu greifen, schenke Dir morgens ein paar Minuten Achtsamkeit. Ob das nun ein paar tiefe Atemzüge, eine Meditation oder einfach das Lauschen der Vögel draußen ist – beginne den Tag mit Dir selbst.

„Tech-Free“-Zonen einrichten

Reserviere bestimmte Bereiche in Deinem Zuhause, in denen digitale Geräte nicht erlaubt sind. Das kann das Esszimmer sein, um Mahlzeiten ohne Ablenkung zu genießen, oder Dein Schlafzimmer, um eine erholsamere Nacht zu garantieren.

Wie schon gesagt: Das Handy aus dem Schlafzimmer zu verbannen kann Wunder wirken. Überlege Dir, ob ein altmodischer Wecker nicht eine charmante Alternative wäre, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen, es mit ins Schlafzimmer zu nehmen.  Das Schlafzimmer sollte ein Ort der Ruhe sein. 

Das gleiche gilt für andere Zonen, in denen Du Dich wirklich entspannen möchtest.

Zeiten ohne Ablenkung

Du könntest den Flugmodus nicht nur im Flugzeug nutzen! Er bietet sich wunderbar an, um Ablenkungen zu reduzieren und gezielte Offline-Zeiten zu schaffen – ob bei der Arbeit oder in Momenten, in denen Du zur Ruhe kommen willst..

Das echte Leben spüren

Plane bewusst Zeiten ohne Handy. Sei es beim Essen, in der Natur oder beim Sport. Entdecke, wie befreiend es sein kann, wenn Du die Welt um Dich herum ohne Filter erlebst.

Noch 148 Mails checken

Ein Blick in das Postfach kann nicht nur zur Endlosschleife werden, sondern auch Deine Effizienz beeinträchtigen. Durch ständige Unterbrechungen wirst Du aus Deiner aktuellen Arbeit gerissen und brauchst Zeit, um Dich wieder zu fokussieren. Setze Dir deshalb feste Zeiten zum Checken von E-Mails und halte Dich daran. Das wird nicht nur Deinen Tag strukturierter und stressfreier gestalten, sondern auch Deine Arbeitsproduktivität steigern.

Analoge Alternativen entdecken

Anstatt direkt zum Handy zu greifen, wenn Du eine freie Minute hast, könntest Du zu einem Buch, einem physischen Kalender oder sogar zu Stift und Papier greifen. Diese analogen Alternativen können Dir helfen, Dich wieder mehr mit der physischen Welt zu verbinden und gleichzeitig den Drang reduzieren, ständig online zu sein.

Benachrichtigungen ausschalten

Es mag offensichtlich erscheinen, aber das Deaktivieren von nicht essenziellen Benachrichtigungen kann Wunder wirken. Wenn Dein Handy nicht ständig klingelt oder vibriert, wirst Du weniger versucht sein, es ständig zu überprüfen.

Eine „digitale Auszeit“ festlegen

Lege eine bestimmte Zeit am Tag fest, während der Du ganz bewusst offline gehst. Dies könnte abends sein, um besser zu schlafen, oder mitten am Tag, um Dich auf eine bestimmte Aufgabe zu konzentrieren. Diese Auszeit von der digitalen Welt kann Dir helfen, Dich geerdeter und konzentrierter zu fühlen.

Bewusster Medienkonsum

Stelle sicher, dass Du, wenn Du Dich dazu entscheidest, Medien zu konsumieren, dies bewusst und gezielt tust. Anstatt ziellos durch das Fernsehprogramm oder Streaming-Plattformen zu zappen, entscheide Dich für eine bestimmte Sendung oder einen Film und genieße diese bewusst.

Setze Dir tägliche Bildschirmzeiten

Digital Detox Apps können Deine Bildschirmzeit überwachen oder Dich daran erinnern, mal eine Pause zu machen. Sie ermöglichen es Dir, tägliche Bildschirmzeiten festzulegen. So kannst Du Dir selbst Grenzen setzen und bekommst ein besseres Gefühl dafür, wie viel Zeit Du tatsächlich vor einem Bildschirm verbringst. Wie ein kleiner Wächter, der über Dein Wohlbefinden wacht.

Verbinde Dich mit der Natur

Ein Spaziergang im Freien, ohne ständig auf das Handy zu schauen, kann Wunder wirken. Nutze die Zeit, um die Umgebung wahrzunehmen, tief durchzuatmen und Dich zu erden.

Analoge Hobbies wiederentdecken

Sei es Malen, Schreiben, Handwerken oder ein Musikinstrument spielen – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, kreative und entspannende Hobbies zu finden, die nichts mit der digitalen Welt zu tun haben.

Ein „Digital Detox“-Wochenende einplanen

Wie wäre es mit einem Wochenende ohne Handy, Computer und Fernseher? Plane Aktivitäten, die keine Technologie erfordern, und genieße die Ruhe und Erneuerung, die diese Auszeit mit sich bringt.

Echte Verbindungen pflegen

Statt stundenlang Nachrichten zu senden oder in sozialen Netzwerken zu stöbern, triff Dich mit Freunden und Familie persönlich. Das fördert echte, tiefe Verbindungen und reduziert die Abhängigkeit von digitalen Kommunikationsmitteln.

Häufige Hindernisse und wie man sie überwindet

FOMO (Fear Of Missing Out) – Die allgegenwärtige Angst, das die Party ohne Dich startet

Du kennst es sicher: Der subtile Drang, das Handy zu überprüfen, weil… nun ja, was ist, wenn in den letzten fünf Minuten DAS Event des Jahrhunderts in Deinem Newsfeed gepostet wurde und Du es nicht mitbekommst und deshalb verpasst? Aber mal Hand aufs Herz: Wie oft hast Du wirklich was Wichtiges verpasst? 

Meistens sind es Katzenbilder oder das fünfte Foto von Onkel Herberts neuer Gartenzwerg-Sammlung. 

Lösungsansatz

Setz Dir feste Zeiten, zu denen Du Social Media checkst, und erinnere Dich daran, dass das echte Leben außerhalb des Bildschirms passiert.

Arbeit, Arbeit, Arbeit – Das 24/7-Office in der Hosentasche

Die Grenzen zwischen Beruf und Freizeit verschwimmen dank Smartphones immer mehr. Aber ist es wirklich notwendig, um 23 Uhr noch auf eine Arbeitsmail zu antworten? 

Lösungsansatz 

Sprich mit Deinen Kolleg*innen, lege klare Arbeitszeiten fest und setze Grenzen. Und dann? Nutze den „Nicht stören“-Modus oder lege das Smartphone in einen anderen Raum, um ungestört Deinen Feierabend zu genießen.

Der digitale Gruppenzwang – Alle tun es, also muss ich es auch tun

Ja, es fühlt sich manchmal so an, als würde jeder ständig online sein und man selbst müsse mithalten. Aber hey, wer hat gesagt, dass Du nach der Pfeife der anderen tanzen musst? 

Lösungsansatz 

Besinne Dich auf Deine eigenen Bedürfnisse und erlaube Dir regelmäßige Digital Detox-Momente. Und wenn jemand fragt, warum Du nicht sofort geantwortet hast: „Ich habe gerade das echte Leben genossen!“

Persönliche Erfahrungen und Reflexionen

Ich erinnere mich an eine Klientin, nennen wir sie Lena, eine engagierte, vielbeschäftigte Frau. Lena kam zu mir, weil sie sich oft abgelenkt und überfordert fühlte.

Lena berichtete, dass sie sich in letzter Zeit immer erschöpfter fühlte. Trotz ihrer erfolgreichen Karriere und einem aktiven sozialen Leben hatte sie das Gefühl, nie wirklich „da“ zu sein. Sie war ständig in Gedanken, sorgte sich um Dinge, die sie vielleicht verpasst hatte, und fühlte sich in einer endlosen Schleife von To-Do-Listen und Verpflichtungen gefangen.

Sie erzählte mir von Nächten, in denen sie wach lag, gefangen in einem Gedankenkarussell. 

Auch an den Wochenenden, wenn sie sich eigentlich erholen wollte, fühlte sie den Druck, ständig erreichbar und informiert zu sein. 

Ihre Beziehungen litten ebenfalls. Selbst bei Familientreffen ertappten sie sie dabei, wie sie während des Essens unter dem Tisch Nachrichten tippte oder während des spazierengehens ständig auf ihr Handy schaute. Ihre Familie war genervt.

Es war offensichtlich, Lena war in ständiger Unruhe und völlig überlastet.

Das eigentliche Ausmaß ihrer Ablenkung wurde mir bereits bei unserem ersten Treffen klar. 

Ihr Blick war ständig auf ihr Smartphone gerichtet, das sie nervös in der Hand hielt.

Alle paar Minuten, manchmal sogar in kürzeren Abständen, entsperrte sie es, um Nachrichten, E-Mails und Social Media zu überprüfen. Selbst während sie sprach, schien ein Teil von ihr immer woanders zu sein.

„Alles in Ordnung, Lena?“, fragte ich vorsichtig, wohl wissend, dass ihre ständige Unruhe etwas mit dem kleinen Gerät in ihrer Hand zu tun haben musste.

Sie seufzte und schaute beschämt auf ihr Handy. „Es ist nur… ich habe das Gefühl, dass ich ständig erreichbar sein muss. Es könnte ja etwas Wichtiges passieren, eine Nachricht, die ich verpasse. Es ist wie ein Reflex geworden.“

Das Gespräch drehte sich schnell um dieses ständige Bedürfnis, online und erreichbar zu sein. Die digitale Welt war für Lena sowohl ein Segen als auch ein Fluch. Sie erzählte mir von ihrer Angst, etwas zu verpassen, die sie oft plagte. In Momenten, in denen sie sich eigentlich entspannen wollte, schlich sich diese Unruhe ein, das Gefühl, etwas zu verpassen.

Gemeinsam arbeiteten wir daran, die Gründe für Lenas ständigen Drang zu identifizieren, ihr Smartphone zu checken. Wir sprachen über Selbstvertrauen, den Mut, sich gelegentlich von der digitalen Welt abzukoppeln, und darüber, wie man sich nicht von den Erwartungen anderer leiten lässt.

„Erinnere Dich doch mal an die Zeit, als es noch keine Handys gab. Wie hast Du Dich da gefühlt?“, fragte ich sie.

Lena lächelte, als sie sich daran erinnerte. „Frei“, sagte sie. „Ich hatte mehr Zeit für mich selbst, für meine Familie, meine Freunde, für das, was wirklich zählt.“

Gemeinsam erarbeiteten wir maßgeschneiderte Strategien. 

Es war keine leichte Aufgabe, es gab Rückschritte, aber auch viele kleine Erfolge. Mit der Zeit, und mit Unterstützung, schaffte es Lena, ihr Handy öfter mal beiseitezulegen und das echte Leben um sich herum wieder zu genießen. Ein Prozess, der Mut und Selbstvertrauen in die eigene Fähigkeit zur Veränderung erforderte, aber am Ende unglaublich lohnend war.

Es erfordert definitiv Mut und Selbstvertrauen, sich aus der digitalen Welt auszuklinken, besonders in einer Zeit, in der „Online-Sein“ fast gleichbedeutend mit „Existieren“ ist. 

Aber Selbstvertrauen wächst nicht, indem man sich ständig mit anderen vergleicht, sondern indem man lernt, auf sich selbst und die eigenen Bedürfnisse zu hören.

Für mich bedeutete das, mich vom ständigen Rauschen der digitalen Welt abzukoppeln und wieder Verbindung mit mir selbst und meinem inneren Kompass aufzunehmen. 

Geduld ist der Schlüssel 

Wenn Du jetzt überlegst, etwas anders zu machen, dann denk daran, dass Änderungen Zeit brauchen. Setze Dich nicht unter Druck, von heute auf morgen alles zu ändern. Kleine Schritte können große Veränderungen bewirken.

Teile Deine Gefühle und Erfahrungen mit Freunden und Familie. Oft werden sie sich ähnlich fühlen oder haben ähnliche Erfahrungen gemacht.

Frage Dich regelmäßig, warum Du Dein Handy aufnimmst. Ist es aus Langeweile, Gewohnheit oder weil Du wirklich etwas tun musst?

Und vor allem: Sei nicht so hart zu Dir selbst!

Ja, es wird Tage geben, an denen Du in alte Muster zurückfällst. Das ist okay. Es geht darum, den Prozess zu erkennen und zu verstehen und dann wieder auf den richtigen Weg zurückzufinden.

Fazit – Bewusst Digital sein

Bewusst Digital sein – hört sich an wie ein neuer Ratgeber, der verspricht, dein Leben in 30 Tagen umzukrempeln. 

Aber es geht nicht darum, die digitale Welt zu verteufeln. Nein, es geht schlichtweg darum, das Smartphone und den Computer wieder als das zu sehen, was sie sind: Werkzeuge und nicht Lebensinhalt.

Bewusst digital zu sein bedeutet nicht, den Stecker zu ziehen, sondern zu entscheiden, wann und wie wir uns einloggen. 

Das ist ein bisschen,  wie vor  einem vollen Bücherregal, genau das eine Buch zu suchen, das man jetzt lesen will – es braucht Fokus, Ausdauer und die Fähigkeit, sich nicht von anderen Titeln ablenken zu lassen.

Das Endziel? Es geht darum, die Kontrolle zurückzugewinnen und nicht von der nächsten Benachrichtigung gesteuert zu werden. 

Damit wir es schaffen, die Vorteile der digitalen Welt zu nutzen, ohne uns darin zu verlieren.

Du möchtest auch lernen, wie Du bewusster mit Deinem digitalen Alltag umgehst?

Oder gibt es etwas in Deinem Leben, das Du unbedingt erreichen oder verändern willst? Vielleicht möchtest Du …

  • den Alltagsstress und die Selbstzweifel bewältigen.
  • Dich in Deiner Beziehung selbstbewusster und erfüllter fühlen.
  • den Spagat zwischen Job, Familie und dem, was Dir Spaß macht, meistern.
  • lernen, Dich gegenüber anderen sicher und authentisch zu behaupten.
  • einen besseren Umgang in Beziehungen finden, egal ob mit Partner, Familie oder Freunden.

Egal was es ist, was Du verändern oder erreichen willst, die Erfolgsgeheimnisse sind die gleichen:

Klarheit

Werde Dir darüber klar, was Du eigentlich wirklich willst. Je klarer Du Deine Ziele formulierst, desto eher wirst Du sie erreichen.

Eine neue Perspektive

Viele Menschen teilen nicht, was sie eigentlich wirklich wollen oder in welchem Bereich ihres Lebens sie mit Schwierigkeiten kämpfen… genau deshalb erhalten sie niemals eine Perspektive von außen.

Unterstützung

Nur wenige Menschen (wenn es überhaupt welche gibt) erreichen ihre Ziele ganz allein. Jeder Sportler hat Teamkollegen, Trainer und Coaches.

Wenn Du auf der Suche nach Unterstützung bist, dann lade ich Dich zu einer kostenlosen Session ein. Du wirst überrascht sein, wie viel Du in kurzer Zeit verändern kannst. Unten geht’s zu den Angeboten.

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