Kennst Du das Gefühl, als würdest Du auf einem Drahtseil balancieren, während Du versuchst, allen gerecht zu werden – dem Chef, der Familie, den Freunden – und dabei vergisst, was Du eigentlich selbst willst? Ja? Dann bist Du hier genau richtig!

Diese Woche ist Deine Chance, das Gleichgewicht auf diesem Drahtseil zu finden. Wir konzentrieren uns darauf, wie Du Dein Selbstbewusstsein aufbauen kannst, indem Du lernst, klare Grenzen zu setzen. 

Tag für Tag wirst Du dazu angeregt, Deine Gedanken und Handlungen zu hinterfragen und zu erkennen, wo und wie Du effektiver Grenzen setzen kannst. Damit Du Dich nicht mehr bei dem Versuch, es allen recht zu machen, verlierst. 

Montag: Herausforderungen beim Grenzen setzen

Das Setzen von Grenzen ist eng mit dem Selbstbewusstsein verknüpft. Manchmal fällt es uns schwer, Grenzen zu setzen, weil wir befürchten, andere zu verärgern oder weil wir uns unsicher fühlen. 

Diese Unsicherheit kann sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich auftreten. 

Zum Beispiel könnte es Dir schwer fallen, deinem Chef „Nein“ zu sagen, weil du befürchtest, als weniger engagiert oder weniger kompetent zu wirken. 

Im privaten Bereich könnten Ängste vor Ablehnung oder Konflikten dazu führen, dass du deine eigenen Bedürfnisse hinten anstellst.

Dir bewusst zu werden, wo deine Unsicherheiten liegen, die dein Selbstbewusstsein untergraben, ist der erste Schritt, um daran arbeiten zu können. 

Durch die Beantwortung der Fragen bekommt du eine ganzheitlichere Perspektive darauf, was dich beim Grenzen Setzen behindert.

Fragen zur Selbstreflexion

  1. In welchen Situationen hast Du Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen? Denke an spezifische Beispiele sowohl aus dem beruflichen als auch aus dem privaten Bereich.

  2. Wie fühlst Du Dich, nachdem Du eine Grenze gesetzt hast? Reflektiere, ob Du Erleichterung, Schuldgefühle oder vielleicht sogar Stolz empfindest.

  3. Welche Befürchtungen oder Sorgen tauchen auf, wenn Du daran denkst, Grenzen zu setzen? Überlege, ob es bestimmte Ängste gibt, wie die Angst vor Ablehnung oder Konflikten.

  4. Wie reagieren andere, wenn Du Grenzen setzt, und wie beeinflusst das Dein Gefühl dabei? Beobachte, ob die Reaktionen anderer Dein Verhalten beim Grenzensetzen beeinflussen.

  5. Was würdest Du gerne ändern, um in Zukunft leichter Grenzen setzen zu können? Denke darüber nach, welche Schritte Du unternehmen könntest, um das Setzen von Grenzen zu erleichtern.

Übung zum Selbstbewusstsein aufbauen

Führe ein Grenzen-Tagebuch. Jeden Tag notierst Du Situationen, in denen Du Dich unwohl gefühlt hast, weil Deine Grenzen überschritten wurden. Dies können berufliche oder private Situationen sein. Versuche, die Gefühle und Gedanken in diesen Momenten festzuhalten. Dies hilft Dir, ein Bewusstsein für Deine persönlichen Grenzen zu entwickeln und Muster zu erkennen.

Hast Du jetzt den Eindruck: „Grenzen setzen? Uff, das ist wohl doch nichts für mich. Allein darüber nachzudenken frustriert mich nur.“ Dann sag ich Dir: Heute ist der Tag, an dem Du anfängst, Dich selbst ernst zu nehmen. Denn jedes „Nein” ist ein Baustein für Dein Selbstbewusstsein.

Quintessenz des Tages

Die Herausforderungen beim Grenzen Setzen sind vielfältig und tief verwurzelt in unseren Ängsten und Unsicherheiten. Es ist wichtig zu erkennen, dass das Setzen von Grenzen nicht nur ein Akt der Selbstbehauptung ist, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der Selbstfürsorge und des Aufbaus von Selbstbewusstsein.

Indem Du Dich diesen Herausforderungen stellst und reflektierst, wie Du Dich in Situationen fühlst, in denen Du Grenzen setzt oder setzen solltest, beginnst Du, ein tieferes Verständnis für Deine eigenen Bedürfnisse und Ängste zu entwickeln. Dieses Bewusstsein ist der erste Schritt, um effektiver und selbstbewusster Grenzen zu setzen.

Erinnere Dich daran, dass jede Situation, in der Du Grenzen setzt, eine Gelegenheit ist, zu lernen und zu wachsen. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, Fortschritte zu machen und sich selbst besser zu verstehen. Mit jedem Schritt, den Du in Richtung effektiven Grenzen Setzens machst, stärkst Du Dein Selbstbewusstsein und Deine Fähigkeit, für Dein eigenes Wohlbefinden einzustehen.

Das Setzen von Grenzen betrifft aber nicht nur Dich selbst, sondern auch die Art und Weise, wie andere Dich behandeln. Indem Du Deine eigenen Grenzen respektierst und verteidigst, lehrst Du auch andere, das zu machen. So trägst Du zu gesünderen und respektvolleren Beziehungen bei, sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld.

Dienstag: Glaubenssätze und Selbstachtung

Heute geht es um Glaubenssätze und Selbstachtung. Es ist Zeit, sich einige kritische Fragen zu stellen, um zu verstehen, wie unsere inneren Überzeugungen unser Verhalten beeinflussen, insbesondere beim Setzen von Grenzen.

Glaubenssätze sind wie unsichtbare Fäden, die unser Handeln lenken. Oft sind sie tief in uns verwurzelt und wir sind uns ihrer gar nicht bewusst. Ein klassischer Glaubenssatz ist zum Beispiel: „Ich muss immer hilfsbereit sein“. Glaubenssätze führen können dazu führen, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse ständig hinten anstellen, um anderen zu gefallen oder Konflikte zu vermeiden. Aber was bedeutet das für unsere Selbstachtung?

Selbstachtung bedeutet, sich selbst Wert und Respekt entgegenzubringen. Wenn wir ständig unsere eigenen Bedürfnisse ignorieren, senden wir uns die Botschaft, dass unsere Wünsche und Grenzen weniger wichtig sind als die der Anderen. 

Das Setzen von Grenzen ist daher ein Akt der Selbstfürsorge und des Selbstrespekts. Es zeigt, dass Du Dich selbst ernst nimmst und Deine Bedürfnisse als legitim erachtest.

Fragen zur Selbstreflexion

  1. Welche Glaubenssätze hindern Dich daran, Grenzen zu setzen? Denke an Aussagen, die Du über Dich selbst glaubst, die Dich davon abhalten, „Nein“ zu sagen.

  2. In welchen Bereichen Deines Lebens setzt Du selten Grenzen? Überlege, ob es bestimmte Menschen oder Situationen gibt, bei denen Du regelmäßig über Deine Grenzen gehst.

  3. Wie fühlst Du Dich, wenn Du Deine Bedürfnisse für andere zurückstellst? Achte darauf, ob Du Dich dabei erschöpft, frustriert oder vielleicht sogar respektlos behandelt fühlst.

  4. Was befürchtest Du, könnte passieren, wenn Du Grenzen setzt? Sind es Konflikte, Ablehnung oder vielleicht die Angst, als egoistisch wahrgenommen zu werden?

  5. Wie würde sich Dein Leben verändern, wenn Du klarere Grenzen setzen würdest? Stelle Dir vor, wie es wäre, wenn Du Deine Bedürfnisse und Grenzen regelmäßig kommunizieren würdest.

Übung zum Selbstbewusstsein aufbauen

Schreibe einen Glaubenssatz auf, der Dich beim Setzen von Grenzen einschränkt, wie zum Beispiel: „Ich muss immer hilfsbereit sein.“ Formuliere diesen Satz dann um in eine positive wie: „Es ist okay, auch mal Nein zu sagen und für meine Bedürfnisse einzustehen.“ Nutze diese neue Aussage als Mantra für die Woche.

Und wenn Dein alter Glaubenssatz Dir zuflüstert: “Hey, das geht aber nicht, Du musst immer ja sagen und lieb sein und hilfsbereit”, dann flüster zurück: “Danke für Deine Meinung, aber ich probiere mal was Neues.”

Quintessenz des Tages

Die Beschäftigung mit Deinen Glaubenssätzen ist ein wesentlicher Schritt auf Deinem Weg zu mehr Selbstbewusstsein. Indem Du Deine inneren Überzeugungen hinterfragst und reflektierst, beginnst Du, Dich von einschränkenden Mustern zu lösen, die Dich bisher daran gehindert haben, Deine Grenzen effektiv zu setzen.

Grenzen zu setzen ist kein egoistischer Akt, sondern ein Ausdruck von Selbstrespekt und Selbstfürsorge. Wenn Du Deine eigenen Bedürfnisse ernst nimmst und verteidigst, stärkst Du Deine Selbstachtung und sendest eine klare Botschaft an Dich und andere: Du bist es wert, dass Deine Bedürfnisse und Grenzen respektiert werden.

Stell Dir vor, wie viel ausgeglichener und erfüllter Dein Leben sein könnte, wenn Du nicht ständig über Deine Grenzen gehst. Stattdessen lernst Du, sie klar und selbstbewusst zu kommunizieren. Dieser Prozess kann herausfordernd sein, besonders wenn es darum geht, tief verwurzelte Glaubenssätze zu überwinden. Aber die positiven Veränderungen in Deinem Selbstwertgefühl und Deinen Beziehungen sind die Mühe wert.

Also: verteidige Deine persönlichen Grenzen!

Mittwoch: Selbstbewusstsein in der Vergangenheit und Zukunft

Selbstbewusstsein ist wie ein Muskel, der durch Erfahrungen gestärkt wird, insbesondere durch solche, in denen wir uns trauen, Grenzen zu setzen. Oft nehmen wir uns jedoch nicht die Zeit, wirklich darüber nachzudenken und nachzufühlen, welche Auswirkungen ein „Nein“ hatte. 

Wir übersehen leicht, wie solche Momente unser Selbstbewusstsein beeinflussen und formen. Beim Aufbau von Selbstbewusstsein spielen die kleinen Momente, in denen wir „Nein“ sagen, eine ebenso große Rolle wie die großen Herausforderungen. 

Oft sind es die alltäglichen Situationen, in denen wir Grenzen setzen, ohne es zu merken. Ein einfaches Beispiel könnte sein, wenn Du einer Freundin absagst, weil Du Zeit für Dich selbst brauchst.

Dies mag wie eine kleine Handlung erscheinen, aber es ist ein bedeutender Schritt in Richtung Selbstfürsorge und Respekt vor den eigenen Bedürfnissen. Solche Momente sind entscheidend, denn sie zeigen, dass Du auf Dein Wohlbefinden achtest.

Es ist wichtig, sich Zeit zu nehmen, um über die Auswirkungen unserer Entscheidungen nachzudenken und nachzufühlen. Oft ist es gerade das bewusste Reflektieren und Wertschätzen unserer kleinen Siege beim Setzen von Grenzen, das unser Selbstbewusstsein nachhaltig stärkt. 

Das Bewusstsein für die kleinen Siege beim Setzen von Grenzen ist genauso wichtig wie das Erkennen der großen Herausforderungen. 

Fragen zur Selbstreflexion

  1. Wie hat das Setzen von Grenzen Dein Selbstbewusstsein in der Vergangenheit beeinflusst? Nimm Dir einen Moment Zeit, um über vergangene Situationen nachzudenken, in denen Du Grenzen gesetzt hast. Wie hast Du Dich danach gefühlt?

  2. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du Deine Grenzen immer klar kommunizieren könntest? Stelle Dir vor, wie es wäre, ohne Angst oder Zögern Deine Bedürfnisse und Grenzen auszudrücken.

  3. Welche Veränderungen hast Du bei anderen bemerkt, nachdem Du klarere Grenzen gesetzt hast? Denke darüber nach, ob und wie sich das Verhalten anderer Dir gegenüber verändert hat.

  4. Gibt es Situationen, in denen Du es bereut hast, keine Grenzen gesetzt zu haben? Überlege, wie diese Erfahrungen Dein Selbstbewusstsein beeinflusst haben könnten.

  5. Wie stellst Du Dir Deine Zukunft vor, wenn Du weiterhin an Deinem Selbstbewusstsein und am Setzen von Grenzen arbeitest? Versuche, Dir positive Auswirkungen auf Dein Leben vorzustellen.

Übung zum Selbstbewusstsein aufbauen

Erstelle eine Liste von Situationen, in denen es Dir gelungen ist, Grenzen zu setzen. Dies können kleine oder große Momente sein. Reflektiere, wie Du Dich danach gefühlt hast. Diese Übung hilft Dir, Dein Selbstbewusstsein zu stärken und positive Erfahrungen zu verankern.

Und denk dran, jeder noch so kleine Erfolg ist ein Schritt in die richtige Richtung. Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt. Kommt Dir bekannt vor? Ist was Wahres dran. 

Quintessenz des Tages

Die Reise zur Stärkung Deines Selbstbewusstseins durch das Setzen von Grenzen ist eine fortlaufende und dynamische Erfahrung. Es geht nicht nur um die großen, offensichtlichen Momente, in denen Du Dich durchsetzt, sondern auch um die vielen kleinen, alltäglichen Entscheidungen, in denen Du Deine Bedürfnisse respektierst.

Jedes Mal, wenn Du Dich entscheidest, „Nein“ zu sagen, sei es in einer kleinen oder großen Angelegenheit, trägt das zu Deinem Selbstbewusstsein bei. 

Indem Du Dir die Zeit nimmst, über die positiven Auswirkungen Deiner Entscheidungen nachzudenken und sie zu würdigen, verstärkst Du diese positiven Erfahrungen in Deinem Bewusstsein. 

Das hilft Dir, ein tieferes Verständnis und eine größere Wertschätzung für Deine Fähigkeit zu entwickeln, Grenzen zu setzen und Dein Selbstbewusstsein aufzubauen.

Du hast es in Dir. Glaubst Du nicht? Dann schau doch bitte nochmal genau hin!

Donnerstag: Emotionale Auswirkungen

Emotionen sind ein wesentlicher Bestandteil des Prozesses des Grenzensetzens. 

Wenn Du keine Grenzen setzt, können Gefühle wie Erschöpfung, Frustration oder Respektverlust auftreten. Diese Emotionen sind oft ein Signal dafür, dass Deine Bedürfnisse und Werte nicht beachtet werden. 

Stell Dir eine Situation vor, in der Du bei einem Familientreffen bist. Deine Familie erwartet von Dir, dass Du aktiv an allen Aktivitäten teilnimmst und Dich um die Organisation und das Wohl aller kümmerst. 

Du bist müde und fühlst Dich überfordert, da Du eine anstrengende Arbeitswoche hinter Dir hast. Anstatt Deinen Wunsch nach Ruhe und Zeit für Dich selbst zu äußern, ignorierst Du Deine Erschöpfung und Dein Bedürfnis nach Erholung. Du sagst zu und machst alles, obwohl Du Dich innerlich ausgelaugt und gestresst fühlst. 

In dieser Situation hast Du Deine eigenen Emotionen und Bedürfnisse ignoriert, um den Erwartungen anderer gerecht zu werden. Das Resultat ist, dass Du Dich noch erschöpfter fühlst, möglicherweise gereizt oder unzufrieden mit Dir selbst bist, weil Du Deine eigenen Grenzen nicht gewahrt hast.

Vielleicht fühlst Du Dich bei dem Gedanken, Grenzen zu setzen unwohl oder sogar ängstlich. Diese Gefühle sind oft tief verwurzelt in Deine Erfahrungen und Glaubenssätzen. Vielleicht fürchtest Du, andere zu verletzen, Ablehnung zu erfahren oder Konflikte zu provozieren. Es ist wichtig, diese Ängste anzuerkennen. 

Mach Dir klar, dass das Setzen von Grenzen ein Akt der Selbstfürsorge ist. Es geht nicht darum, anderen zu schaden, sondern darum, Deine eigenen Bedürfnisse und Werte zu respektieren.

Um mit diesen Ängsten umzugehen, kannst Du zunächst in kleineren, weniger bedrohlichen Situationen üben. 

Stelle Dir vor, wie Du auf eine respektvolle und klare Weise für Deine Grenzen einstehst. Mal Dir den erfolgreichen Ausgang dieser Situation genau aus. 

Die Fähigkeit, Grenzen zu setzen wird mit der Zeit und Übung immer besser werden. Je öfter Du es tust, desto selbstverständlicher wird es für Dich werden. 

Und sei stolz auf Dich, wenn Du es schaffst, Deine Grenzen zu setzen, auch wenn es anfangs unangenehm ist. Jedes Mal, wenn Du das tust, baust Du Dein Selbstbewusstsein auf und stärkst Deine Fähigkeit, für Dich selbst einzustehen.

Fragen zur Selbstreflexion

  1. Wie fühlst Du Dich, wenn Du keine Grenzen setzt? Denke an die emotionalen und körperlichen Reaktionen, die auftreten, wenn Du Deine eigenen Bedürfnisse ignorierst.

  2. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du effektiv Grenzen setzen könntest? Stelle Dir vor, wie es wäre, wenn Du Deine Bedürfnisse und Grenzen klar und selbstbewusst kommunizieren könntest.

  3. Welche Gefühle hindern Dich am häufigsten daran, Grenzen zu setzen? Ist es Angst, Schuld oder Sorge, die Dich davon abhalten, für Dich selbst einzustehen?

  4. Wie reagiert Dein Körper, wenn Du in einer Situation bist, in der Du Grenzen setzen solltest, es aber nicht tust? Achte auf körperliche Signale wie Anspannung, Unruhe oder Müdigkeit.

  5. Wie beeinflusst das Setzen von Grenzen Deine Beziehungen zu anderen? Überlege, ob sich Deine Beziehungen verbessert haben, wenn Du klar kommunizierst, was Du brauchst und was nicht akzeptabel ist.

Übung zum Selbstbewusstsein aufbauen

Stell Dir eine Situation vor, in der Du Grenzen setzen musst. Beobachte dabei Deine Emotionen und körperlichen Reaktionen. Notiere diese Beobachtungen. Dies hilft Dir, Deine emotionalen Reaktionen beim Grenzen Setzen besser zu verstehen und darauf vorbereitet zu sein.

Denkst Du jetzt: „Puh, wenn sich das schon in senso (in Gedanken) so elend anfühlt, wie wird es dann in vivo (im Leben) sein?”, dann lass Dir gesagt sein: Genau darum geht es! Es ist wie ein Training. Jedes Mal, wenn Du in Gedanken übst, stärkst Du Deine Fähigkeit, es auch im echten Leben umzusetzen. Und bevor Du weißt wie Dir geschieht, wirst Du sagen: „Das habe ich mir viel schlimmer vorgestellt!“

Quintessenz des Tages

Das Verständnis der emotionalen Auswirkungen des Grenzen Setzens ist ein Schlüssel zu mehr Selbstbewusstsein. Indem Du lernst, auf Deine Emotionen zu hören und entsprechend zu handeln, stärkst Du Dein Selbstbewusstsein und förderst gesündere Beziehungen. 

Erinnere Dich daran, dass Deine Gefühle wertvolle Indikatoren dafür sind, was Du brauchst und wie Du am besten für Dich selbst sorgen kannst. 

Freitag: Aufgabe – Das „Nein“ in kleinen Schritten üben

Das Üben des Nein-Sagens in kleinen, alltäglichen Situationen ist ein effektiver Weg, um Dein Selbstbewusstsein durch Grenzen Setzen zu stärken. Diese Übung hilft Dir, die Angst vor Zurückweisung oder Konflikten zu überwinden und gibt Dir ein Gefühl dafür, wie es ist, Deine eigenen Bedürfnisse zu priorisieren.

Stell Dir vor, ein Kollege bittet Dich um einen kleinen Gefallen, den Du normalerweise aus Höflichkeit erfüllen würdest, obwohl Du eigentlich keine Zeit oder Lust dazu hast. In dieser Situation kannst Du üben, auf eine freundliche, aber bestimmte Art „Nein“ zu sagen. Es ist wichtig, dass Du eine Situation wählst, die für Dich nicht zu bedrohlich ist, damit Du die Erfahrung des Grenzen Setzens in einem sicheren Rahmen machen kannst.

Wähle eine Situation, in der Du normalerweise ja sagen würdest, obwohl Du es nicht möchtest.

Sage auf eine höfliche, aber bestimmte Weise „Nein“. Du kannst auch eine kurze Erklärung hinzufügen, warum Du diesmal nicht helfen kannst, aber vermeide es, Dich zu rechtfertigen oder zu entschuldigen.

Beobachte, wie Du Dich dabei fühlst. Achte auf Deine Emotionen und körperlichen Reaktionen.

Fragen zur Selbstreflexion

  1. Wie hast Du Dich gefühlt, bevor Du „Nein“ gesagt hast? Warst Du nervös oder angespannt?

  2. Wie hat sich Dein Gefühl verändert, nachdem Du „Nein“ gesagt hast? Hast Du Erleichterung, Stolz oder vielleicht Unsicherheit empfunden?

  3. Wie hat die andere Person reagiert? Und wie Du?

Quintessenz des Tages

Diese Übung ist ein Schritt, um zu lernen, Deine eigenen Bedürfnisse zu respektieren und zu vertreten. Vielleicht ist das anfangs ungewohnt oder sogar unangenehm, aber mit der Zeit wird es Dir leichter fallen. 

Jedes Mal, wenn Du in einer kleinen Situation „Nein“ sagst, baust Du Dein Selbstvertrauen auf und stärkst Deine Fähigkeit, auch in größeren und wichtigeren Angelegenheiten Deine Grenzen zu setzen. 

Denke daran, dass jedes „Nein“ zu etwas, das nicht zu Deinen Bedürfnissen passt, ein „Ja“ zu Dir selbst und Deinem Wohlbefinden ist.

Und wenn Du jetzt denkst: so ein kleines „Nein“ zählt doch gar nicht. Sag Deinem inneren Kritiker er soll sich mal einen Kaffee holen und dafür erst mal die Bohnen anbauen. Er ist im Irrtum! Jedes „Nein“ ist ein Schritt zu mehr Selbstbewusstsein.

Fazit

Du hast Dich mit Deinen Glaubenssätzen auseinandergesetzt, hast gelernt, Deine Bedürfnisse zu priorisieren, und hast wichtige Schritte unternommen, um Dein Selbstbewusstsein zu festigen. Du hast gelernt, Deine Emotionen zu erkennen und zu respektieren, und vielleicht hast Du sogar begonnen, Deine Ängste beim Setzen von Grenzen zu überwinden.

Wie war diese Woche für Dich? Hast Du Veränderungen in Deinem Verhalten oder Deinem Selbstgefühl bemerkt? Vielleicht hast Du festgestellt, dass es Dir leichter fällt, „Nein“ zu sagen, oder dass Du Dich selbstbewusster fühlst, wenn Du Deine Bedürfnisse ausdrückst. Hast Du bemerkt, dass sich auch das Verhalten anderer Dir gegenüber verändert hat, vielleicht durch mehr Respekt oder Verständnis für Deine Grenzen?

Diese Wochen-Challenge ist ein erster Schritt auf Deinem Weg zu mehr Selbstbewusstsein und dem Setzen klarerer Grenzen. Es ist beeindruckend, was Du allein durch diese Übungen erreichen kannst.

Wenn Du noch mehr zum Thema Grenzen setzen erfahren willst oder auch andere Übungen interessant für Dich sind, dann schau Dir diesen Beitrag an:

Und falls Du irgendwann das Gefühl hast, dass Du noch tiefer in Deine persönliche Entwicklung eintauchen möchtest, kann ein Gespräch mit einer erfahrenen Berater*in neue Sichtweisen und Perspektiven eröffnen.

Es kann Dir helfen, Deine Gedanken und Gefühle noch besser zu verstehen und praktische Lösungen für Deine Herausforderungen zu finden. Manchmal ist es einfach hilfreich, mit jemandem zu sprechen, der einen neutralen Blick von außen hat und Dich dabei unterstützt, Deine Ziele zu erreichen.

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